In Hadern war in der vergangenen Woche einiges los. Am Dienstag, dem 3. März 2026, wagten zwei Männer den Versuch, über einen Zaun auf ein Grundstück zu klettern, was einem aufmerksamen Nachbarn nicht entging. Dieser schlug sofort Alarm, woraufhin die Männer das Weite suchten, als der Nachbar akustisch auf sich aufmerksam machte. Die Polizei wurde sofort informiert und leitete eine Fahndung ein. Zivile Polizisten der Polizeiinspektion 41 konnten einen der beiden Verdächtigen, einen 18-jährigen chilenischen Staatsangehörigen ohne festen Wohnsitz in Deutschland, in der Nähe des Tatorts festnehmen. Bei seiner Festnahme fanden die Beamten einen Rucksack, in dem sich vermeintliches Aufbruchswerkzeug befand. Da jedoch kein vollendeter Einbruch stattfand, kam es nicht zu einem Haftbefehl und der Verdächtige wurde wieder entlassen. Das tz.de berichtet, dass das Kommissariat 51 nun die weiteren Ermittlungen führt und nach dem zweiten Verdächtigen sucht.

Doch das war noch nicht das einzige Aufsehen erregende Ereignis in Hadern. Am Donnerstagvormittag, gegen 11:20 Uhr, hörte eine Bewohnerin eines Mietshauses im Stiftsbogen verdächtige Geräusche aus dem Treppenhaus. Als sie durch den Türspion schaute, bot sich ihr ein besorgniserregendes Bild: Ihre 53-jährige Nachbarin hielt eine Pistole in der Hand und zielte auf ihre Wohnungstür. Die Alarmierung des Polizeinotrufs folgte prompt – und das mit Erfolg. Binnen weniger Minuten waren 15 Streifenwagen vor Ort, wie die Abendzeitung berichtet.

Die Polizei im Einsatz

Die Polizisten waren gut vorbereitet: Ausgestattet mit schusssicheren Westen, Helmen und Maschinenpistolen stürmten sie das Wohnhaus. Die 53-Jährige hatte sich inzwischen in ihre Wohnung zurückgezogen, jedoch war dies kein Hindernis für die Einsatzkräfte. Als die Frau versuchte, ihre Wohnung zu verlassen, wurde sie von den Beamten überwältigt und festgenommen. In ihrer Wohnung fanden die Polizisten eine Schreckschusspistole, eine Reizgaskartusche sowie mehrere Pfeffersprays. Die Schreckschusspistole ist eigentlich für Personen über 18 Jahren freigegeben, jedoch darf sie nur mit einem kleinen Waffenschein in der Öffentlichkeit geführt werden. In diesem Fall hatte die Frau keinen solchen Schein und sieht sich nun wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz sowie wegen Bedrohung einer anderen Person konfrontiert.

Die 53-Jährige rechtfertigte sich damit, dass sie nur testen wollte, wie die Pistole funktioniert. Aufgrund ihres psychischen Zustands wurde bei den Behörden Rücksprache gehalten, jedoch lagen keine ausreichenden Gründe vor, um sie in eine psychiatrische Klinik einzuweisen. Die Situation hat jedoch die Bewohner der Gegend besorgt, und viele fragen sich, wie es zu einem solchen Vorfall kommen konnte und was die Polizei in Zukunft unternehmen kann, um die Sicherheit in Hadern zu erhöhen.