In München-Feldmoching-Hasenbergl stehen große Veränderungen an. Der Ausbau der Müllritterstraße ist geplant, um neue Wohngebiete zu erschließen. Hier sollen bis zu 1700 Wohnungen, ein Schulcampus, Kitas, Sportflächen und Geschäfte auf dem Lerchenauer Feld entstehen. Während diese Entwicklung viele Chancen bietet, befürchten die Anwohner ein Verkehrschaos, insbesondere während der Schulzeiten. Es ist nicht nur das Verkehrsaufkommen, das die Anwohner beschäftigt, sondern auch die finanziellen Auswirkungen. Da es sich um eine erstmalige Herstellung der Straße handelt, könnten die Anwohner zur Kasse gebeten werden. Die Höhe der Beiträge ist allerdings noch unklar und wird nach Abschluss aller Änderungswünsche berechnet.
Geplant sind umfassende Maßnahmen: Die Straße soll verbreitert werden, ein Fußweg ergänzt, die Fahrbahnentwässerung und Beleuchtung verbessert und der Wendehammer nach Süden verlegt werden. Anwohnerin Bettina Schulz äußert Empörung, da sie bereits vor zehn Jahren für den Wendehammer 10.000 Euro pro Partei bezahlt hat. Auch CSU-Politiker Martin Obersojer kritisiert die Erschließungskosten für die Anwohner, die ihre Straße nur eingeschränkt nutzen können. SPD-Politiker Markus Auerbach fordert eine Einbeziehung der Bahn in die Planung und eine Kostenübernahme für die zukünftige Bahnunterführung. Der Bezirksausschuss hat zudem gefordert, die Anwohner frühzeitig über mögliche Kosten zu informieren. Vorschläge zur Entlastung sind beispielsweise eine Pollersteuerung oder eine Anliegerschranke.
Städtebauliche Entwicklungen in München
Doch nicht nur in Feldmoching-Hasenbergl tut sich etwas. Die Stadt München hat auch große Pläne für die Verschönerung anderer städtebaulicher Bereiche. So ist eine Umgestaltung des Willy-Brandt-Platzes in Riem zu einer Grünfläche mit Brunnen für 18,6 Millionen Euro geplant. Im Curt-Mezger-Platz in Milbertshofen soll die Aufenthaltsqualität erhöht werden, um Falschparker zu reduzieren. Hier sind Maßnahmen wie die Bepflanzung mit Bäumen, vier Grüninseln, Sitzgelegenheiten und eine bodenbündige Brunnenanlage vorgesehen. Der Bezirksausschuss fordert seit Jahren eine Neugestaltung des Platzes, und die Entwurfsplanung soll als nächstes erarbeitet werden.
Ein weiteres bedeutendes Projekt ist der Bau einer Trambrücke über den DB-Nordring, der mit 104 Millionen Euro veranschlagt ist. Die Stadt muss 54 Millionen Euro beisteuern; der Rest wird durch Bundesfördergelder finanziert. Die Bauzeit wird auf vier Jahre geschätzt, wobei die Arbeiten im Herbst mit den Brückenpfeilern beginnen sollen. Auch der Umbau der Karl-Theodor-Straße wurde genehmigt, wobei zwei Fahrspuren für Autos entfernt werden, um breitere Radwege sowie 27 zusätzliche Bäume und Fahrradabstellplätze zu schaffen.
Mobilität der Zukunft
Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines umfassenden Stadtentwicklungsplans, der die Mobilität in München nachhaltig verändern möchte. Die Stadt verfolgt das Ziel, den öffentlichen Nahverkehr auszubauen und den Radverkehr sowie die Nahmobilität zu stärken. Eine Reduzierung des Autoverkehrs ist dabei ebenso vorgesehen wie die Schaffung starker Verbindungen in die Region. Die Notwendigkeit einer Verkehrswende wird immer deutlicher, da die Pendlerzahlen in der Metropolregion München stetig steigen. Es ist unabdingbar, eine uneingeschränkte, barrierefreie und bezahlbare Mobilität zu gewährleisten.
Die Stadt München steht vor der Herausforderung, Raum für neue Straßen und Trassen zu finden, und verfolgt innovative Mobilitätsarten. Strategien und Maßnahmen umfassen neue Verbindungen im öffentlichen Nahverkehr, Radschnellwege und smarte Mobilitätskonzepte im Quartier. Eine Karte mit Strategien und Maßnahmen sowie ein erläuternder Bericht sind bereits verfügbar, um die Bürger umfassend zu informieren. Mehr Informationen hierzu finden Sie im offiziellen Stadtentwicklungsplan von München (hier).
Die Entwicklungen in Feldmoching-Hasenbergl und darüber hinaus sind ein spannendes Kapitel in der fortwährenden Transformation Münchens. Die Bürger sind aufgefordert, sich aktiv mit diesen Veränderungen auseinanderzusetzen, um eine lebenswerte Stadt für die Zukunft zu gestalten.