Im Herzen von München tut sich etwas Spannendes: Die ehemalige Eggarten-Siedlung, die sich südlich des idyllischen Lerchenauer Sees erstreckt, wird in ein nachhaltiges Wohnquartier verwandelt. Der Stadtrat hat nun den Bebauungsplan genehmigt und damit den ersten Schritt in Richtung einer modernen, lebenswerten Nachbarschaft gemacht.

Geplant ist eine Wohnraumkapazität für mehr als 4.500 Bewohner, die aus unterschiedlichsten Einkommensgruppen stammen. Ein echtes Mosaik der Gesellschaft! Zur Schaffung eines familienfreundlichen Umfelds ist eine vierzügige Grundschule mit einem Rasenspielfeld vorgesehen, dazu kommen fünf Kindertagesstätten und drei Quartiersgaragen. Auch die Nahversorgung wird nicht zu kurz kommen: Dienstleistungs- und Versorgungsangebote werden den neuen Bewohnern zur Verfügung stehen.

Ein Gartenquartier neu interpretiert

Der Entwurf orientiert sich an der Identität der Eggarten-Siedlung als „Gartenquartier“. Die Planer haben sich viel Mühe gegeben, vielfältige Freiflächen mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Der Baufeld- und Erschließungsplan spiegelt die ursprüngliche Struktur wider und sieht eine überwiegende Blockrandbebauung mit fünf- bis siebengeschossigen Gebäuden und begrünten Wohnhöfen vor. Ein besonderes Augenmerk liegt auf drei geplanten Hochhäusern, darunter eines mit 15 Geschossen, die markante Orte im Quartier hervorheben.

Am zentralen „Eggartenplatz“ wird es zudem Spielmöglichkeiten für die Kleinen geben, während großzügige öffentliche Grünflächen im Süden und Osten den Bewohnern Raum für Erholung bieten. Ein weiterer Pluspunkt: Drei erhaltenswerte Bestandsgebäude werden in das neue Quartier integriert, was dem Ganzen eine charmante, historische Note verleiht.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die Planung zielt nicht nur auf eine hohe Wohnqualität ab, sondern auch auf Klimafreundlichkeit. Ein nachhaltiges Mobilitätskonzept soll ein weitgehend autofreies Quartier fördern, während das Schwammstadtprinzip zur Regenwassernutzung umgesetzt werden soll. Der Entwurf stammt von den Berliner Büros Studio Wessendorf und Atelier Loidl Landschaftsarchitekten, die sich im Juli 2020 in einem Wettbewerb durchsetzen konnten.

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Die Öffentlichkeitsbeteiligung für das Projekt ist für den Herbst 2026 geplant, sodass die Anwohner ihre Ideen und Bedenken einbringen können. Auch ein paralleler Änderungsprozess des Flächennutzungsplans wird in Gang gesetzt, um die Umsetzung des Bebauungsplans zu unterstützen.

Ein Blick über den Tellerrand

Das Projekt in der Eggarten-Siedlung ist Teil eines größeren Trends, der sich in vielen Städten vollzieht. Laut dem BMZ-Papier von 2021, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung veröffentlicht wurde, ist eine integrierte Strategie für nachhaltige Stadtentwicklung entscheidend. Diese Strategie sieht die Einbindung aller städtischen Akteure vor – von der Zivilgesellschaft über die Politik bis hin zu Wirtschaft und Wissenschaft.

Die Ziele sind klar: Der globale Klima- und Umweltschutz steht ebenso im Fokus wie die Förderung der Gleichberechtigung und die Verringerung sozialer Ungleichheiten. Die Entwicklung von Strategien und Netzwerken zur Förderung lebenswert geplanter und klimaschonender Städte kommt nicht nur den Bewohnern zugute, sondern auch der globalen Gemeinschaft.

Die Eggarten-Siedlung verspricht, ein leuchtendes Beispiel für solch eine zukunftsorientierte Stadtentwicklung zu werden. Hier wird nicht nur Wohnraum geschaffen, sondern auch ein Raum für Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Lebensqualität. Die Vorfreude auf diese neue Nachbarschaft ist spürbar – und wir dürfen gespannt sein, wie sich das Quartier in den kommenden Jahren entwickeln wird.