Am 8. März 2026 ist es endlich so weit: Die Kommunalwahl in Bayern steht vor der Tür und auch in München wird es spannend. In der bayerischen Landeshauptstadt werden nicht nur ein neuer Oberbürgermeister, sondern auch ein neuer Stadtrat und 25 Bezirksausschüsse gewählt. Eine große Chance für die Münchnerinnen und Münchner, ihre Stimme für die Zukunft ihrer Stadt abzugeben und mitzugestalten.
Die Wahlberechtigten in München müssen dabei drei verschiedene Stimmzettel ausfüllen. Der gelbe Stimmzettel ist für die Oberbürgermeisterwahl reserviert, während der grüne Stimmzettel für die Stadtratswahl genutzt wird. Für die Wahl des örtlichen Bezirksausschusses kommt der weiße Stimmzettel zum Einsatz. Ein kleiner Hinweis: Bei der Stadtratswahl dürfen die Wähler bis zu 80 Stimmen abgeben, während für die Bezirksausschusswahl je nach Stadtbezirk zwischen 19 und 45 Stimmen zur Verfügung stehen. Hier stehen zwischen vier und acht Parteien und Gruppierungen zur Auswahl. Um das Ganze noch interessanter zu gestalten, können die Wähler ihre Stimmen auf verschiedene Kandidaten und Parteien verteilen (Panaschieren) und sogar einzelnen Personen bis zu drei Stimmen geben (Kumulieren). Wichtig ist, dass zu viele Stimmen die Wahl ungültig machen, während zu wenig Stimmen zulässig sind, was die Wähler entlastet.
Die Wahlzettel im Detail
Der Stimmzettel für die Oberbürgermeisterwahl ist kleiner und enthält eine Liste mit 13 nominierten Kandidaten. Hier dürfen die Wähler jedoch nur eine Stimme abgeben. Sollte kein Kandidat im ersten Wahlgang über 50 Prozent der Stimmen erhalten, findet zwei Wochen später eine Stichwahl statt. In Bayern gibt es insgesamt 2.056 Gemeinden und 71 Landkreise, wobei bei dieser Kommunalwahl 39.500 Mandate vergeben werden. In München hingegen werden kein neuer Landrat und kein neuer Kreistag gewählt, da die Stadt eine kreisfreie Stadt ist. Die Bezirksausschüsse sind in München die einzigen Lokalgremien, die gewählt werden.
Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Stimmzettel nur an Anwohner eines Kreises oder einer Kreisstadt ausgegeben werden. In großen Städten wie München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg oder Ingolstadt erhalten die Wähler zwei Zettel. Jede Wahl wird separat ausgezählt und die Stimmzettel dürfen nicht vermischt werden. Die Farben der Stimmzettel, gelb für die OB-Wahl, grün für die Stadtratswahl und weiß für die Bezirksausschusswahl, helfen nicht nur den Wählern, sondern auch bei der Auszählung der Stimmen.
Die Verteilung der Sitze
Die Sitzverteilung erfolgt nach dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Laguë/Schepers. Dabei werden die Gesamtstimmenzahlen der Wahlkreisvorschläge durch 1, 3, 5, 7 usw. geteilt, und die Sitze werden den Wahlvorschlägen entsprechend der höchsten Teilungszahlen zugeteilt. In einem Beispiel könnte eine Gemeinde mit 7.000 Einwohnern und 20 Gemeinderatssitzen insgesamt 47.502 gültige Stimmen abgeben. Hierbei wäre eine mögliche Verteilung wie folgt: Die A-Partei könnte 9 Sitze erhalten, die B-Partei 4, und so weiter. Bei gleichen Ansprüchen auf einen Sitz entscheidet die höhere Stimmenzahl der in Betracht kommenden Person; bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
Weitere Informationen zur Kommunalwahl und den damit verbundenen Prozessen finden Sie auch auf der offiziellen Webseite deinewahl.bayern.de. Dort können Sie sich ausführlich über die verschiedenen Aspekte der Wahl informieren und sich auf den Wahltermin vorbereiten.
Bleiben Sie also gespannt und nutzen Sie Ihr Wahlrecht, um aktiv an der Gestaltung Ihres Lebensumfeldes teilzunehmen – es ist Ihre Stimme, die zählt!