In den vergangenen Monaten hat sich in Bogenhausen einiges getan. Durch den einstimmigen Beschluss des Bezirksausschusses wurde ein Vorschlag aus dem August 2025 aufgegriffen, der vorsieht, zwei große Bäume an der Robert-Heger-/Undinestraße zu pflanzen. Der Sinn und Zweck dieser grünen Initiative ist klar: Aufwertung des Platzes, Schattenspenden an heißen Sommertagen und die Schaffung von Brutstätten für Singvögel. Nach Prüfung durch das Baureferat/Gartenbau steht nun fest, dass im Frühjahr 2026 an dieser Stelle ein weiterer Baum gepflanzt wird, die Pflanzung ist bereits in Auftrag gegeben worden. Der Baum soll auf dem Grünstreifen hinter den Wertstoffcontainern an der Robert-Heger-/Undinestraße stehen, ein Schritt, der nicht nur die Ästhetik, sondern auch die Biodiversität in der Umgebung fördert. Unser Bogenhausen berichtet, dass die Umsetzung dieses Vorschlags einen durchaus positiven Einfluss auf das Mikroklima haben könnte.

Doch das Greening der Stadt geht über dieses Projekt hinaus. Die Strategie für das Straßenbegleitgrün wird in Bayern weiterhin gefördert. Hierzu gehört die Trennung von Parkbuchten am Fahrbahnrand durch prächtige Grünstreifen, die auch der Aufteilung von Parkplätzen dienen. In Zeiten von Klimawandel und Starkregenereignissen wird zusätzlich empfohlen, wasserdurchlässige Materialien für Parkplätze zu verwenden. Dies kann nicht nur zur Regulierung von Wasserressourcen beitragen, sondern auch die Starkregenvorsorge verbessern und nachhaltige Lösungen fördern. Die wichtigen Vorgaben, die seit dem Inkrafttreten des Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetzes (GEIG) aufgestellt wurden, zielen darauf ab, die Infrastruktur für Elektromobilität zu beschleunigen. Planungshilfen Bayern hat hierzu umfassende Informationen bereitgestellt.

Nachhaltigkeit und Stadtentwicklung

Das Augenmerk auf eine nachhaltig gestaltete Stadt wird zunehmend deutlich. Die Bundesregierung hat bereits 2017 ein Weißbuch Stadtgrün veröffentlicht, das zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung von Kommunen bei der Entwicklung von Grün- und Freiräumen enthält. Dabei sind neue Themen wie Gesundheitsförderung und umweltgerechte Stadtentwicklung ins Blickfeld gerückt. Ab September 2024 greift die Agenda „Stadt grün-blau“, die durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser Agenda ist, praxisorientierte Programme zur Stärkung der grünen und blauen Infrastruktur zu entwickeln. Dies ist besonders wichtig in unterversorgten Quartieren, wo das Stadtgrün oft nicht ausreichend vorhanden ist. Mehr Informationen hierzu finden Interessierte auf Gruen in der Stadt.

Die „grün-blauen Infrastrukturen“ bieten nicht nur viele Vorteile für die Umwelt, sondern fördern auch das soziale Miteinander. Durch die Schaffung von Erholungsräumen, die Verbesserung der Luftqualität und die Verringerung von Lärm wird das Stadtleben für alle Bewohner lebenswerter. Passend dazu wird auf dem 4. Bundeskongress „Grün in der Stadt“ am 07. Mai 2026 der Fortschritt und erste Umsetzungsschritte dieser Agenda vorgestellt. Ein Grund mehr, sich auf eine grünere, aktivere und nachhaltige Zukunft in unseren Städten zu freuen.