Die Ruth-Drexel-Schule (RDS) in Bogenhausen steht vor der Herausforderung, ihre mobilen Pavillons hitzeresilient zu gestalten. Laut unser-bogenhausen.de müssen bis zu Beginn der Sommermonate konkrete bauliche und technische Maßnahmen ergriffen werden. Dafür sind das Referat für Bildung und Sport (RBS) und das Zentrale Immobilienmanagement (ZIM) verantwortlich. Ein Umsetzungsplan muss dem Kommunalparlament vorgelegt werden, um die drängenden Probleme an der RDS anzugehen.
Die hitzigen Sommertage machen den Schülern und Lehrkräften bereits jetzt zu schaffen. Der Bezirksausschuss verweist auf einen Antrag aus dem April 2025 und fordert einen Runden Tisch für alle Beteiligten. Mitunter leiden die mobilen Raumeinheiten der RDS besonders unter hohen Temperaturen, was nicht nur den Unterricht negativ beeinflusst, sondern auch die Gesundheit der Kinder gefährdet. Fehlende oder unzureichende bauliche Schutzmaßnahmen, wie Dämmung und Verschattung, tragen zur Steigerung der Raumtemperaturen bei und können die Konzentrationsfähigkeit sowie die Gesundheit der Schüler beeinträchtigen. Besonders betroffen sind jüngere Kinder und Personen mit gesundheitlichen Vorbelastungen.
Forderung nach bundesweiten Maßnahmen
Diese Problematik ist nicht nur auf die Ruth-Drexel-Schule beschränkt. In ganz Deutschland fordern die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Deutsche Kinderhilfswerk (DKHW) bundesweite Maßnahmen für naturnahe und klimafreundliche Schulhöfe. Das Ziel dieser Initiative ist es, den Gefahren von Hitzewellen und der Klimakrise für Kinder und Jugendliche entgegenzuwirken, insbesondere angesichts der Tatsache, dass viele der über 32.000 Schulhöfe in Deutschland stark versiegelt sind. Diese Versiegelung steigert die Hitzebelastung in Wohngebieten sowie auf Schulgeländen und reduziert die Möglichkeiten für ein gesundes Aufwachsen und Lernen der Kinder.
Die DUH ruft dazu auf, Anträge für grüne Schulhöfe zu stellen. Die Forderungen beinhalten unter anderem die Entsiegelung unnötig versiegelter Flächen und die Schaffung von Mindestanforderungen für eine klimafreundliche Umgestaltung von Schulhöfen. Dies soll dazu beitragen, Schäden durch den Klimawandel zu verringern und die kommunale Klimaanpassung zu verbessern, während gleichzeitig die Hitzebelastung in den Gemeinden gesenkt wird.
Ein Aufruf zum Handeln
Die Notwendigkeit für naturnah gestaltete Außenräume, die sowohl Aufenthalt als auch Unterricht im Freien ermöglichen, ist evident. Holger Hofmann vom DKHW hebt die Bedeutung solcher Flächen als Lebensraum für Kinder hervor. Bereits mehr als 80 Schulen wurden von der DUH bei der Umgestaltung ihrer Schulhöfe unterstützt, um ein besseres Schulklima zu schaffen.
Angesichts dieser dringenden Themen ist es wichtig, dass sowohl lokale als auch bundesweite Maßnahmen implementiert werden, um sichere und gesunde Lernumgebungen für unsere Kinder zu gewährleisten. Die Stadt ist aufgefordert, zeitnah zu handeln, um Gesundheitsrisiken zu reduzieren und den Betrieb an der RDS auch in den Sommermonaten aufrechtzuerhalten.