Heute ist der 2.03.2026 und in Lochhausen wird es spannend: Der Landkreis Fürstenfeldbruck steht vor der umfassenden Umstellung seines öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) auf emissionsfreie Elektromobilität. Bis 2030 ist geplant, dass die gesamte Bus-Flotte emissionsfrei fährt. Aktuell sind bereits 17 Elektrobusse im Einsatz, die einen Teil der insgesamt 146 Busse im Landkreis bilden. Die ersten dieser modernen Fahrzeuge gingen kurz vor Ostern 2025 auf der MVV-Linie 830 zwischen Puchheim und Lochhausen an den Start. Die Resonanz der Bevölkerung ist durchweg positiv, wie eine Umfrage des Münchner Verkehrsverbunds (MVV) zeigt, in der rund 90 Prozent der Anwohner die Umstellung unterstützen.

Doch das ist erst der Anfang: Bis Dezember 2028 sollen in zwei Etappen elf bis zwölf weitere Elektrobusse hinzukommen. Ab Dezember 2027 werden die Linien 845, 873, X850 und 855 elektrisch betrieben, während die FLEXlinie, die vormals als MVV-RufTaxi bekannt war, mit 17 Minibussen vollständig auf Batteriebetrieb umgestellt wird. Die Elektrifizierung des ÖPNV wird durch eine Bundesförderung in Höhe von rund 2,27 Millionen Euro unterstützt, die am 24. Februar 2026 in Berlin übergeben wurde. Der Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab die Förderurkunde an Martin Imkeller, den stellvertretenden Leiter der Stabsstelle „Öffentliche Mobilität“.

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Neue Haltestellen für bessere Erreichbarkeit

Ein weiterer Schritt in Richtung einer verbesserten ÖPNV-Infrastruktur ist die Einrichtung neuer Ausstiegshaltestellen für die elektrische FLEXlinie in mehreren Orten, darunter Alling, Eichenau, Emmering, Fürstenfeldbruck, Grafrath, Maisach, Moorenweis, Puchheim und Türkenfeld. Elf Kommunen haben bereits Wünsche für neue Haltestellen geäußert, die schrittweise umgesetzt werden sollen. Die Kosten für die neuen Haltestellen sind für die Kommunen minimal, es reicht ein Plastikschild zur Kennzeichnung.

Die Umstellung auf Elektrobusse bringt nicht nur ökologische Vorteile, sondern auch ökonomische. Kreistagsreferent Jan Halbauer hebt hervor, dass die Transformation der Busflotte geringere Betriebs- und Wartungskosten zur Folge hat. Zudem wird durch die neuen E-Busse die Attraktivität des ÖPNV im Landkreis gesteigert, was sich auch in den Fahrgastzahlen widerspiegelt: Im November 2025 wurde ein Allzeithoch mit etwa 61.000 Beförderungsfällen an Werktagen erreicht.

Ein Schritt in die Zukunft

Die Bedeutung dieser Elektrifizierung ist unbestritten. Landrat Karmasin betont, dass die Elektrifizierung des ÖPNV einen großartigen Schritt in Richtung eines emissionsfreien Nahverkehrs darstellt. Die Bürger können sich auf einen modernen, umweltfreundlichen Busverkehr freuen, der nicht nur die Luftqualität verbessert, sondern auch die Lebensqualität in der Region steigert.

Die Unterstützung durch den Bund ist Teil eines größeren Plans, der die Umstellung des öffentlichen Verkehrs auf alternative Antriebe vorantreibt. In ganz Deutschland werden aktuell 1.887 neue Elektrobussen gefördert, mit dem Ziel, die CO₂-Emissionen drastisch zu reduzieren. Bislang wurden bereits über 2.200 Elektrobusse in den Betrieb genommen, was zu einer Einsparung von über 130.000 Tonnen CO₂ im Vergleich zu Dieselbussen geführt hat. Diese Entwicklungen zeigen, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck auf dem richtigen Weg ist und sich aktiv an der Transformation des ÖPNV beteiligt.

Weitere Informationen zu den Entwicklungen im Landkreis finden Sie in den Originalquellen: Merkur und Landratsamt Fürstenfeldbruck sowie BMV.