Heute ist der 28.03.2026 und wir werfen einen Blick auf die Aubinger Lohe, ein faszinierendes Waldgebiet am westlichen Rand von München. Es ist nicht nur das älteste Stück Münchens, sondern auch ein bedeutendes Biotop für Flora und Fauna. Die Gebietsbetreuerin Stefanie Holzwarth präsentiert den Besuchern die Buschwindröschen am Teufelsberg, die im Frühling eine wichtige Nahrungsquelle für die Waldbienen darstellen.
Die Aubinger Lohe ist ein wahres Naturjuwel, das mit seiner einzigartigen Geografie besticht. Der Teufelsberg, als einzige natürliche Erhebung in der Münchner Schotterebene, hat eine Gipfelhöhe von 541 Metern und überragt die Umgebung um etwa 25 Meter. Während der Eiszeiten blieb dieser Hügel als einziger Rest des tertiären Hügellandes bestehen. Die Landschaft hat sich allerdings über die Jahre verändert: Aufforstungen mit Fichten haben die ursprüngliche Form des Geländes beeinflusst.
Historische Bedeutung und Naturerlebnis
Im Mittelalter stand auf dem Teufelsberg eine Burg, gegründet 1158 durch Welfenherzog Heinrich den Löwen. Diese wurde im 15. Jahrhundert zerstört, und während keine Ruine mehr vorhanden ist, rankt sich eine spannende Sage um einen vergrabenen Schatz. Die Kinder aus den Waldkindergärten in der Umgebung haben die Möglichkeit, Tiere in der Natur zu entdecken und die vielfältige Flora und Fauna zu erkunden, die das Waldgebiet zu bieten hat.
Die historische Bedeutung der Aubinger Lohe wird durch archäologische Funde aus Bronze-, keltischer und römischer Zeit unterstrichen. Im Süden und Südosten des Gebiets finden sich Siedlungsspuren sowie zwei Keltenschanzen, die die lange Geschichte dieser Region dokumentieren. Heute ist die Aubinger Lohe Teil des bayerischen Landschaftsschutzgebiets LSG-00120.02 „Aubinger Lohe und Moosschwaige mit Erweiterung“, das sich über 624 Hektar erstreckt.
Ökologische Vielfalt und Freizeitgestaltung
Die ökologischen Aspekte der Aubinger Lohe sind nicht zu unterschätzen. Zwei Weiher im Gebiet, die auf dem Areal einer ehemaligen Ziegelei-Tongrube angelegt wurden, sind heute ein reichhaltiges Biotop, das von Rohrkolben, Gänsen, Enten und Teichhühnern bewohnt wird. Im Süden der Aubinger Lohe wurden zudem sieben Teiche als ökologische Maßnahme für den Bau der A99 angelegt. Diese Autobahn verläuft im Aubinger Tunnel, während in der Umgebung ein Neubaugebiet für 20.000 Menschen entsteht.
Die Anreise zur Aubinger Lohe gestaltet sich unkompliziert: Der S-Bahn-Haltepunkt Lochhausen ist gut erreichbar, und Parkmöglichkeiten finden sich an der Ziegeleistraße. Ein beliebter 5 km Rundweg führt durch das Gebiet und ist in etwa 1:15 h zu bewältigen. Entlang dieses Weges gibt es verschiedene Abzweigungen und Ziele, wie den Burgstall und die Froschteiche, die zum Verweilen einladen.
Für Naturliebhaber, Geschichtsinteressierte und Familien ist die Aubinger Lohe ein lohnendes Ziel. Hier wird die Verbindung von Natur und Geschichte auf eindrucksvolle Weise erlebbar. Weitere Informationen über das Gebiet finden sich in diesem Artikel auf tz.de und auf Wikipedia.





