Im Westen Münchens versteckt sich ein wahres Naturjuwel: die Aubinger Lohe. Dieses Waldgebiet, das zur ländlichen Idylle am Rand der Stadt gehört, ist nicht nur ein beliebter Ausflugsort, sondern hat auch Geschichte in Hülle und Fülle zu bieten. Die tz berichtet, dass die Aubinger Lohe mit dem markanten Teufelsberg die einzige natürliche Erhebung in der Münchner Schotterebene darstellt. Mit einer Gipfelhöhe von stolzen 541 Metern überragt dieser Hügel die Umgebung um etwa 25 Meter und war während der Eiszeiten der letzte Überrest des tertiären Hügellandes.
Besonders schön wird es im Frühling, wenn die Buschwindröschen am Teufelsberg blühen und den Waldbienen ein Festessen bieten. Unsere Gebietsbetreuerin Stefanie Holzwarth freut sich besonders darüber, dass Kinder aus Waldkindergärten die Flora und Fauna hautnah erleben können. Hier können die Kleinen die Vielfalt der Natur erkunden und bei ihren Abenteuern zahlreiche Tiere entdecken.
Von Ziegelei zu Biotop
Wusstest du, dass in der Aubinger Lohe bis in die 1960er Jahre drei Ziegelei betrieben wurden, die den ortstypischen Lehm abgebaut haben? Diese Industrie hat das Landschaftsbild geprägt. Heute sind die zwei Weiher, die aus dieser Zeit hervorgingen, ein wertvolles Biotop für Pflanzen und Tiere, darunter Rohrkolben, Gänse und Enten. Die Wikipedia führt als bemerkenswertes Detail an, dass die südlich gelegenen Teiche als ökologische Maßnahme für den Bau der A99 entstanden sind, die nun im Aubinger Tunnel verläuft und Platz für ein Neubaugebiet für 20.000 Menschen schafft.
Langsam weiter in die abwechslungsreiche Landschaft geht es über einen 5 Kilometer langen Rundweg, der mit verschiedenen Abzweigungen zu Zielen wie dem Burgstall und den Froschteichen aufwartet. Dieser Weg lässt sich in etwa 1:15 Stunden zurücklegen und ist ein wahrer Genuss für Wanderfreunde und Naturliebhaber.
Ein Blick in die Vergangenheit
Historisch gesehen hat die Aubinger Lohe einiges zu bieten: Der Teufelsberg war im Mittelalter Standort einer Burg, die 1158 vom Welfenherzog Heinrich dem Löwen gegründet wurde. Leider wurde diese im 15. Jahrhundert zerstört und heute gibt es keine Ruine mehr – lediglich eine faszinierende Sage über einen vergrabenen Schatz hält sich in der Region. Die tz betont, dass die archäologischen Funde in der Umgebung, wie etwa Siedlungsspuren aus der Bronzezeit, keltische und römische Funde, die Fläche zu einem wichtigen kulturellen Erbe machen.
Die Aubinger Lohe bildet nicht nur einen Teil des Münchner Grüngürtels, sondern ist auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Hier wird aktiv versucht, die Ökosysteme zu bewahren und zu fördern, damit auch künftige Generationen in den Genuss dieser prächtigen Landschaft kommen können. Mit einer Fläche von 6,2 km² und einer Länge von etwa 1,8 km hat der Wald seinen ganz eigenen Charme, der in dieser Region hoch im Kurs steht.
Mit einem aufregenden Mix aus Natur, Geschichte und Freizeitmöglichkeiten lädt die Aubinger Lohe dazu ein, entdeckt zu werden – sei es für einen entspannten Spaziergang, ein aufregendes Kinderabenteuer oder einen botanischen Ausflug. Anreise wird leicht gemacht: Der S-Bahn-Haltepunkt Lochhausen und Parkmöglichkeiten an der Ziegeleistraße bieten schnelle Zugänge zu diesem kleinen Paradies.





