In München, genauer gesagt in der Maxvorstadt, war am gestrigen Abend die Stimmung gleichermaßen feierlich und angespannt. Die Fans der bosnisch-herzegowinischen und türkischen Herren-Fußballmannschaft hatten nach einer erfolgreichen WM-Qualifikation allen Grund zur Freude. Beide Mannschaften sicherten sich das Ticket zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026, was natürlich ein Ereignis war, das auf den Straßen kräftig gefeiert wurde. Die Feierlichkeiten zogen so viele Anhänger an, dass das Verkehrsaufkommen auf der Leopold- und Ludwigstraße stark anstieg. Rund 350 türkische Fans machten sich auf einen Fanmarsch zur Leopoldstraße, während sich bis zu 300 bosnisch-herzegowinische Anhänger in der Nähe der Leopoldstraße Ecke Trautenwolfstraße versammelten. Die mögliche Konfrontation zwischen den Fangruppen blieb bislang aus, aber ein friedlicher Austausch der Kulturen fand statt, was für eine bunte und lebendige Atmosphäre sorgte.
Allerdings war der Abend nicht ohne Zwischenfälle. Die Polizei war mit einem großen Einsatz vor Ort, um die Lage im Griff zu behalten. Aufgrund der Menschenansammlungen wurden die Ludwigstraße und die Leopoldstraße zeitweise für den Verkehr gesperrt. Während sich viele in Feierlaune befanden, wurde vereinzelt Pyrotechnik gezündet, was den Polizeieinsatz zusätzlich erschwerte. Letztlich ahndete die Polizei über 50 Verkehrsverstöße, darunter das Aufheulen der Motoren und Delikte gegen die Gurtpflicht, was darauf schließen lässt, dass nicht alle Feiernden den Anstand wahren konnten. Der Einsatz der Polizei endete gegen 2 Uhr morgens, nachdem einige der festlichen Aktivitäten sich zurückzogen.
Die bundesweiten Fanfeiern
In Anbetracht der großflächigen Feierlichkeiten ist München nicht die einzige Stadt, die von den wilden Feierlichkeiten betroffen war. Nach dem 1:0-Sieg der Türkei gegen den Kosovo, der die WM-Qualifikation nach 24 Jahren sicherte, strömten Tausende von Fans in Städten wie Berlin, Bremen, Dortmund und Frankfurt auf die Straßen. In Berlin wurde der Breitscheidplatz zum Schauplatz ausgelassener Feiern, wo sich etwa 2500 Menschen versammelten. Auch hier kam es zu Verkehrsbehinderungen und vereinzelt zu Festnahmen, insbesondere als einige Anhänger Pyrotechnik zündeten, was zur Sichtbeeinträchtigung führte. Die Polizei war überall sehr präsent und setzte alles daran, die Lage unter Kontrolle zu halten. So auch in München, wo die Beamten, trotz der ausgelassenen Stimmung, ein wachsames Auge auf das Geschehen hatten.
Die Feiern verliefen dennoch größtenteils friedlich. Die Stimmung war ausgelassen; die Menschen sangen, klatschten und feierten bis in die Nacht hinein. Aber auch wenn die Feierlichkeiten mit viel Freude verbunden waren, blieben einige Herausforderunge nicht aus. Dies zeigt, dass trotz der Begeisterung für den Fußball, immer auch ein kritischer Blick auf die Veranstaltung geworfen werden muss, um sicherzustellen, dass solche Feierlichkeiten nicht von Randale oder Unruhen überschattet werden.
So bleibt festzuhalten, dass die Qualifikation beider Mannschaften zur WM 2026 ein Grund zum Feiern ist, der nicht nur in München, sondern bundesweit groß gefeiert wird. Die Polizei dabei hilfreich zur Seite stehend zeigt, dass das Feiervolk zwar ausgelassen, aber doch gewillt ist, die Freude über den Sport in den Vordergrund zu stellen.
| Fanfeiern in Deutschland |
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| München |
| Berlin |
| Bremen |
| Dortmund |
Für weitere Informationen zu den Feierlichkeiten und dem Polizeieinsatz lesen Sie tz.de und welt.de.





