Am 2. März 2026, gegen 16:45 Uhr, kam es zwischen München und Augsburg in Mammendorf zu einem Vorfall, der erhebliche Auswirkungen auf den Bahnverkehr hatte. Zwei unbekannte Sprayer besprühten eine Lärmschutzwand mit Graffiti, was nicht nur zu einem sofortigen Eingreifen des Bahnpersonals führte, sondern auch zu massiven Verzögerungen im Zugverkehr. Ein Lokführer beobachtete den Vorfall und informierte die Bundespolizei über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn. Die Bahnstrecke musste daraufhin von 16:55 Uhr bis 18:09 Uhr gesperrt werden.

Insgesamt waren 70 Züge betroffen, die zusammen 2622 Verspätungsminuten ansammelten. Besonders ärgerlich für die Reisenden: Zwei Zugverbindungen fielen komplett aus, während acht weitere nur teilweise bedient wurden. Der Sachschaden durch die Graffiti-Aktion wird auf etwa 1800 Euro geschätzt, wobei die besprühte Fläche rund neun Quadratmeter beträgt. Die Fahndungsmaßnahmen der Polizei, die den Bereich mit einem Personenspürhund absuchte, führten jedoch nicht zum Erfolg; die Täter konnten entkommen und Hinweise auf ihre Identität blieben aus. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen Sachbeschädigung aufgenommen und bittet um Zeugenhinweise unter der Telefonnummer 089/5155500 (tz.de).

Massive Störungen im Zugverkehr

Die Auswirkungen des Vorfalls waren erheblich. Die Sperrung der Strecke führte zu einem regelrechten Chaos im Bahnverkehr zwischen Augsburg und München. Dies ist kein Einzelfall, denn die Problematik des Vandalismus an Bahnanlagen ist in Deutschland ein wachsendes Problem. Laut einer aktuellen Statistik wurden bis Oktober 2023 in Deutschland insgesamt 17.829 Sachbeschädigungen gemeldet. Dies sind 1.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2024. Besonders häufig betroffen sind Bahnhöfe, und die Zahl der Tatverdächtigen stieg im Jahr 2023 auf 18.812, wobei die meisten von ihnen unerkannt blieben.

Die Deutsche Bahn berichtet von jährlich etwa 12 Millionen Euro Schaden durch Graffiti. 2024 wurden rund 32.000 Fälle von Vandalismus registriert, wobei Berlin die höchste Anzahl an Schmierereien aufweist. In München wurden 872 Delikte verzeichnet. Diese Zahlen zeigen, dass Vandalismus und Graffiti an Bahnanlagen ein ernstes Problem darstellen, das nicht nur die Infrastruktur, sondern auch die Reisenden stark beeinträchtigt (augsburger-allgemeine.de; zeit.de).