Heute ist der 4.03.2026. In der Altstadt-Lehel hat ein tragischer Vorfall für Bestürzung gesorgt. Am Freitag, den 27. Februar 2026, stürzte eine 80-jährige Münchnerin gegen 23:05 Uhr auf einer Rolltreppe am U-Bahnhof Marienplatz. Aus bislang unbekannten Gründen verlor die Frau ohne Fremdeinwirkung ihr Gleichgewicht und zog sich bei dem Sturz schwere Verletzungen zu. Ein Passant informierte umgehend den Polizeinotruf 110, woraufhin der Rettungsdienst die Frau in ein Krankenhaus brachte. Leider verstarb die 80-Jährige am Dienstag, den 3. März 2026, in dem Krankenhaus. Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Quelle

Die Rolltreppen am Marienplatz haben eine besondere Bedeutung für die Mobilität in der Stadt. Der Aufgang zum Marienhof ist derzeit gesperrt, da die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) die Rolltreppen austauscht. Dieser Austausch ist Teil einer Initiative, die auf moderne Technik zur automatischen Störungskennung setzt. Fahrgäste haben die Möglichkeit, Störungen oder Verschmutzungen per QR-Code an die Werkstatt zu melden. Aktuelle Störungen sind auf der Homepage der MVG unter mvg-zoom.de einsehbar.

Geschichte und Technik der Rolltreppen in München

Rolltreppen gibt es in Deutschland seit über 100 Jahren, die erste wurde 1925 in Köln installiert. In München wurde die erste Rolltreppe wahrscheinlich 1931 im Kaufhaus Uhlfelder in Betrieb genommen. Die Münchner Verkehrsgesellschaft betreibt insgesamt 772 Rolltreppen und 178 Aufzüge, während die Deutsche Bahn im S-Bahn-Bereich 132 Höhenfördertechnik-Anlagen, darunter 83 Rolltreppen, betreibt.

Die Zuverlässigkeitsquote der Aufzüge und Fahrtreppen bei MVG und DB liegt über 95 Prozent. Dennoch gibt es immer wieder Störungen, wie zuletzt eine defekte Rolltreppe am Hauptbahnhof der DB, die monatelang nicht funktionierte. Solche Probleme sind nicht neu: Sperrungen von U-Bahnhöfen waren in der Vergangenheit notwendig, zum Beispiel an der Fraunhoferstraße von 2010 bis 2011 oder am Odeonsplatz im Jahr 2019.

Besonderheiten der Rolltreppen am Marienplatz

Die Rolltreppen am Marienplatz haben eine der größten Steigungen in München, mit 70 Prozent (35 Grad). Zum Vergleich: Die längste Rolltreppe in Bayern befindet sich am U-Bahnhof Stachus und misst 56,7 Meter, während die kürzeste dort nur 9,7 Meter lang ist. Die Rolltreppen fahren normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 0,5 Metern pro Sekunde (1,8 km/h), wobei die Geschwindigkeit während der Wiesn am Bahnhof Theresienwiese auf 0,6 Meter pro Sekunde erhöht wird.

Die alte Rolltreppe am Marienhof stammte aus dem Jahr 1971 und ist damit ein Relikt aus einer anderen Zeit. Rolltreppen haben eine Lebensdauer von etwa 30 bis 50 Jahren, und die Sanierung älterer Anlagen kann deutlich länger dauern. Die laufenden Arbeiten am Marienplatz sind Teil einer umfassenden Modernisierung, die darauf abzielt, sowohl die Sicherheit als auch die Benutzerfreundlichkeit für die Fahrgäste zu verbessern.

In Anbetracht dieser tragischen Ereignisse und der laufenden Modernisierungen bleibt zu hoffen, dass die Sicherheit an öffentlichen Verkehrsmitteln in München weiterhin höchste Priorität hat. Die Stadt und ihre Verkehrsanbieter arbeiten ständig daran, die Infrastruktur zu verbessern, um Unfälle zu vermeiden und das Wohl der Bürger zu gewährleisten. Quelle