Ab dem 16. März 2026 wird der Oberanger in der Altstadt von München für einen größeren Personenkreis zur Einbahnstraße – und das hat seine Gründe. Der Grund für diese Verkehrsmaßnahme ist die umfassende Sanierung des Münchner Stadtmuseums, das seit dem 7. Januar 2024 geschlossen ist. Während der Sanierung müssen zahlreiche Straßen in der Umgebung umgebaut und gesperrt werden. So werden Autofahrer und Radfahrer künftig den Oberanger zwischen Dultstraße und Rosental nur noch in östlicher Richtung befahren können, während der Radverkehr in beiden Richtungen bleiben darf. Am Rosental 16 sowie am Oberanger werden Gehwege gesperrt.
Das Ziel der Generalsanierung, die unter Federführung des Architekturbüros Auer Weber seit 2015 geplant wird, ist klar: Es geht darum, die Aufenthaltsqualität des Museums zu verbessern, den Denkmalschutz zu wahren und moderne Museumstechnik zu integrieren. Die Umsetzung des Projekts wurde bereits 2012 vom Stadtrat beschlossen und ist bis voraussichtlich 2031 angesetzt. Während dieser Zeit wird das Stadtmuseum wegen des Umbaus voraussichtlich geschlossen bleiben.
Neuer Haupteingang und verbessertes Erlebnis
Die Pläne sehen auch einen neuen Haupteingang am Rindermarkt vor, der in einen überdachten Innenhof führen soll. Dort wird eine moderne Museumslobby entstehen, die als multifunktionaler Raum fungiert. Das Erdgeschoss wird neben der Kasse und einem Museumsshop auch eine Espressobar sowie Fläche für Workshops und einen Veranstaltungssaal bieten. Um die Zugänglichkeit zu verbessern, wird es barrierefreie Zugänge und Aufzüge geben.
Die Generalsanierung des Münchner Stadtmuseums ist nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine riesige Aufgabe. Rund 30.000 Quadratmeter müssen geräumt und neu konzipiert werden. Der Umzug der Sammlungen hat bereits begonnen: Die Bereiche Musik, Fotografie, Grafik und Gemälde sind bereits in Bewegung. Angewandte Kunst sowie Puppentheater und Schaustellerei folgen im Jahr 2024.
Verkehrsregeln und Umleitungen
Für den Verkehr rund um das Stadtmuseum gibt es bereits jetzt klare Richtlinien. Die Einbahnregelung gilt nicht nur für den Oberanger, sondern auch für die umliegenden Straßen, darunter Rosental, Prälat-Zistl-Straße und Fritz-Neuland-Straße. Während Autofahrer und Radfahrer über entsprechende Umleitungen, beispielsweise über die Blumenstraße, geleitet werden, bleibt die Zufahrt zur Parkgarage der Schrannenhalle unberührt. Radfahrer können zudem die Klosterhofstraße und Parallelstraßen nutzen, um schneller ans Ziel zu gelangen.
Die Hauptbauphase beginnt bald, könnte aber je nach Fortschritt der Vorarbeiten verzögert werden. Fußgänger können sich jedoch auf eine Ampel aus Richtung Viktualienmarkt verlassen, die weiterhin in Betrieb bleibt.
Die Vision der Generalsanierung wird am 17. Januar 2024 bei einer Pressekonferenz vorgestellt, die unter anderem von Dr. Jeanne-Marie Ehbauer und Moritz Auer moderiert wird. Auch wenn das Stadtmuseum momentan geschlossen ist, wird die Neugestaltung mit einem innovativen Konzept für die Dauerausstellung ab 2025 den Besuchern etwas bieten, auf das sie sich freuen können, wenn das Museum schließlich wieder öffnet. In der Zwischenzeit wird das Filmmuseum bis Juni 2027 weiterhin in Betrieb bleiben und zeigt eine interessante Auswahl an Filmreihen und Retrospektiven.
Insgesamt kündigt sich mit der Generalsanierung eine spannende Zeit für das Münchner Stadtmuseum an, die nicht nur die Ausstellungsflächen neu gestalten wird, sondern auch eine wichtigere Rolle in der städtischen Kulturentwicklung spielt. Während die Autobesitzer und Radler anpassen müssen, hat die Stadt München ein gutes Händchen dafür, die Kultur am Leben zu erhalten, auch wenn die Mauern des Stadtmuseums für einige Zeit still stehen müssen.
Für weitere Informationen zu den Maßnahmen und dem aktuellen Stand der Sanierung werfen Sie einen Blick auf die Berichte von tz.de, muenchner-stadtmuseum.de und auer-weber.de.