Am 6. März 2026 stehen in der Münchner Altstadt-Lehel bedeutende Veränderungen bevor. Die Sanierung des Stadtmuseums, die am 16. März 2026 beginnt, wird nicht nur die Museumslandschaft Münchens umkrempeln, sondern auch Auswirkungen auf den Verkehr in der Umgebung haben. Autofahrer und Radfahrer müssen sich auf neue Regelungen einstellen, da der Oberanger zwischen Dultstraße und Rosental zur Einbahnstraße in östlicher Richtung umgewandelt wird. Diese Maßnahme betrifft sowohl den motorisierten Verkehr als auch Radfahrer, wobei Letztere weiterhin in beide Richtungen fahren dürfen.

Die Gehwege auf der westlichen Seite des Rosental 16 sowie auf der südlichen Seite des Oberangers zwischen Rosental und St.-Jakobs-Platz bleiben während der Bauarbeiten gesperrt. Die Einbahnregelung wird auch für die angrenzenden Straßen wie Rosental, Prälat-Zistl-Straße und Fritz-Neuland-Straße gelten. Autofahrer und Radfahrer können jedoch über die Prälat-Zistl-Straße, Blumenstraße und den Oberanger im Uhrzeigersinn umgeleitet werden. Radfahrer haben zudem die Möglichkeit, Abkürzungen über die Klosterhofstraße und Parallelstraßen zu nutzen. Fußgänger dürfen sich freuen, da die Fußgängerampel aus Richtung Viktualienmarkt weiterhin eingerichtet bleibt.

Umbau und Neukonzeption des Stadtmuseums

Die Generalsanierung des Münchner Stadtmuseums umfasst einen umfassenden Umbau und eine Neukonzeption, die von 2024 bis 2031 andauern wird. Die Schließung des Museums begann bereits am 7. Januar 2024 und wird voraussichtlich bis zur Mitte des Jahres 2031 andauern. Der Stadtrat hatte bereits 2012 den Beschluss zur Sanierung gefasst; die Umsetzung erfolgt seit 2015 in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Auer Weber. Ziel dieser umfassenden Maßnahmen ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern, die Bausubstanz zu erhalten, den Denkmalschutz zu wahren und moderne Museumstechnik zu integrieren.

Ein neuer Haupteingang wird am Rindermarkt entstehen, der zum nördlichen Innenhof mit einer Glasüberdachung führen wird. Im Erdgeschoss sind unter anderem die Kasse, ein Museumsshop, eine Espressobar sowie Studio- und Workshopflächen geplant. Auch ein Veranstaltungssaal wird dort Platz finden. Ein neuer Gebäudekubus im Innenhof wird mit einer metallischen Hülle ausgestattet, die Lichtinszenierungen ermöglicht. Zudem wird die Barrierefreiheit durch schwellenlose Zugänge, Aufzüge und barrierefreie Sanitärräume gewährleistet.

Umzug und Interimsprogramm

Der Umzug der Sammlungen, der sich über eine Fläche von rund 30.000 Quadratmetern zwischen St.-Jakobs-Platz, Oberanger und Rosental erstreckt, hat bereits begonnen. Die Sammlungen aus den Bereichen Musik, Fotografie, Grafik und Gemälde werden in den kommenden Jahren umziehen, während die Abteilungen für Angewandte Kunst und Puppentheater/Schaustellerei erst 2024 folgen werden. Während der Schließzeit wird ein Interimsquartier an der Türkenstraße eingerichtet, um die Museumsgüter und Mitarbeiter unterzubringen.

Für die Zeit der Sanierung sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. So wird im März 2025 eine Ausstellung im Zeughaus eröffnet, die sich mit der Stadtgeschichte aus gegenwärtiger Perspektive befasst. Auch das bestehende Interimsprogramm wird fortgeführt, einschließlich des KUCKUCK Theaterfestivals und des wunder. Internationalen Figurentheaterfestivals. Das Filmmuseum bleibt bis Juni 2027 geöffnet und zeigt verschiedene Filmreihen und Retrospektiven.

Wichtige Herausforderungen und Ziele

Die Generalsanierung stellt eine besondere Herausforderung dar, denn es gilt, den Denkmalschutz mit modernen Anforderungen an den Museumsbau in Einklang zu bringen. Der respektvolle Umgang mit dem historischen Bestand soll durch die Integration neuer Elemente unterstützt werden. Ein geplanter überdeckter Innenhof des Gsaengertraktes wird zur multifunktionalen Museumslobby umgestaltet, um die Öffnung, Zugänglichkeit und Erlebbarkeit des Museums zu verbessern. Ab 2025 wird die Neukonzeption der Ausstellungen mit einem Kubus als zentralem Element beginnen, was eine flexible räumliche und funktionale Neuorganisation des Museums ermöglicht.

Insgesamt steht die Sanierung des Stadtmuseums für eine bedeutende Entwicklung in der Kultur- und Stadtlandschaft Münchens. Die Verantwortlichen betonen immer wieder die Wichtigkeit dieser Maßnahmen für die kulturelle Identität und die zukünftige Entwicklung der Stadt.

Für weitere Informationen zur Sanierung des Stadtmuseums können Sie die ausführlichen Artikel auf den Webseiten der tz, des Münchner Stadtmuseums und des Architekturbüros Auer Weber besuchen.