Am 1. März 2026 übernahm Martin Baumgärtner die Leitung der Verwaltung des Englischen Gartens in München und tritt damit in große Fußstapfen. Der 44-Jährige, gebürtiger Münchner und an den Maximiliansanlagen aufgewachsen, bringt vielfältige Erfahrungen mit: Nach seinem Studium in Berlin arbeitete er in Indien und Mexiko, bevor er 2021 in die Bayerische Schlösserverwaltung eintrat. Dort war er zuletzt Technischer Leiter im Englischen Garten. Er folgt Thomas Köster nach, der 31 Jahre im Amt war und nun in den Ruhestand geht.
Baumgärtner wird alles daransetzen, um den Englischen Garten, einen der größten innerstädtischen Parks weltweit, weiterhin in Schuss zu halten. Jährlich zieht dieser Park über 5 Millionen Besucher an, was die große Verantwortung, die auf ihm lastet, deutlich macht. Seine erste große Herausforderung sieht er in der Baumpflege, besonders in Bezug auf das Eschentriebsterben, das die Standfestigkeit vieler Bäume gefährdet. Neue und kreative Ideen hat er ebenfalls im Gepäck: „Wir wollen mehr extensiv gepflegte Blühwiesen schaffen, um seltenen Insekten und Vögeln Rückzugsgebiete zu bieten“, so Baumgärtner.
Ausblick auf kommende Projekte
Ein weitere notwendiges Thema ist die Instandhaltung des Parks, insbesondere der Bänke und Wege, die kontinuierliche Pflege erfordern, um den Bedürfnissen der zahlreichen Besucher gerecht zu werden. Auch die Situation rund um die Eisbachwelle am Haus der Kunst hat Baumgärtner fest im Blick: Die Stadt hat das Surfen dort verboten, und nun liegt es an den Stadtentscheidern, welche Zukunft diese Attraktion haben wird.
Ein heikles Thema, das in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert wurde, ist die Idee eines Tunnels, der den Englischen Garten vernetzen könnte. Für die Umsetzung sind jedoch sowohl die Finanzierung als auch die Realisierbarkeit fraglich. Baumgärtner bleibt hier optimistisch und betont den Dialog mit der Stadt. Dabei bewegt sich auch der rechtliche Rahmen: Kiffen ist im Englischen Garten legal, und bislang gab es keine größeren Probleme betreffend diese Regelung.
Eine Tradition der Pflege
Die Herausforderung ist groß, und die Verwaltung, die rund 65 Mitarbeiter umfasst, steht hin und wieder unter Druck. Jährlich müssen etwa 230 Tonnen Müll aus dem Englischen Garten entfernt werden, besonders im Sommer, wenn die Menschen das Grün intensiv genießen. Baumgärtner hofft, die Dialoge mit den Besuchern zu vertiefen und das gemeinschaftliche Verantwortungsbewusstsein für den Park zu stärken.
Zum Schluss avanciert der Achtersee am Friedensengel in den Maximiliansanlagen zu Baumgärtners Lieblingsplatz, ein Aussichtspunkt, der sicherlich auch in den kommenden Monaten viele Münchner und Gäste anziehen wird. Der Englische Garten, als eine der ersten großen Parkanlagen, die für die Öffentlichkeit zugänglich wurden, wurde über die Jahrhunderte hinweg immer wieder verändert und modernisiert. Ursprünglich im Auftrag von Kurfürst Karl Theodor im Jahr 1789 angelegt, bietet der Park auch heute noch ein atemberaubendes Freizeitangebot und kulturelle Erlebnisse inmitten der Stadt.
Martin Baumgärtner hat all dies im Blick und möchte seinen neuen Posten dazu nutzen, den Englischen Garten als grünes Herz Münchens weiter zu erhalten und zu fördern. Die ersten Schritte zeigen, dass er ein gutes Händchen hat – hier wird definitiv „was weitergehn“!
Für weitere Informationen über die Geschichte des Parks und seine Attraktionen lohnt sich ein Besuch bei muenchen.de. Außerdem gratuliert der bayerische Finanz- und Heimatminister Albert Füracker Baumgärtner und bedankt sich gleichzeitig bei Köster für seine langjährige Arbeit, die den Englischen Garten zu einem beliebten Rückzugsort für viele Münchner gemacht hat. Ein herzlicher Dank geht auch an stmfh.bayern.de für die Veröffentlichung wichtiger Informationen zu Baumgärtner und seinem neuen Amt. Wagen Sie einen Ausblick auf die Veränderungen, die der Englische Garten in naher Zukunft durchlaufen könnte, um auch weiterhin ein lebendiger Bestandteil der Münchner Kultur zu bleiben!