Immer mehr Münchner:innen sind auf der Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil, insbesondere wenn es um die Gestaltung ihrer Gärten geht. Der bevorstehende Vortrag „Der Nichts-tun-Garten“ von der Gartenbauexpertin Ulrike Windsperger verspricht spannende Einblicke in die Möglichkeiten, einen pflegeleichten Garten für Mensch und Tier zu gestalten. Am Mittwoch, den 25. März, von 17.30 bis 19.30 Uhr, lädt die Stadtbibliothek Allach-Untermenzing interessierte Zuhörer:innen ein, mehr über die Prinzipien der Permakultur zu erfahren. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist jedoch notwendig, sei es persönlich, telefonisch unter Tel. 089/233 772415 oder per E-Mail an stb.allach-untermenzing.kult@muenchen.de, wie Wochenanzeiger berichtet.
Doch was genau steckt hinter dem Konzept der Permakultur? Diese nachhaltige Methode ahmt die natürlichen Ökosysteme nach und bietet den Vorteil, dass keine synthetischen Dünger oder Pestizide eingesetzt werden. Ein Permakultur-Garten hat das Potenzial, bis zu 200 kg CO2-Äquivalente im Boden zu binden und fördert die Biodiversität. Böden in Permakultur-Systemen können bis zu 40 % mehr Kohlenstoff speichern als herkömmlich bewirtschaftete Flächen, so das Rodale Institute. Nachhaltigkeit wird hier großgeschrieben, denn mit intelligentem Design kann der Arbeitsaufwand reduzieren werden, während die Erträge steigen, wie nachhaltigkeit-mit-kopf erklärt.
Die Grundpfeiler der Permakultur
Permakultur beruht auf drei essenziellen Prinzipien: Pflege der Erde, Pflege der Menschen und gerechtes Teilen. Dies bedeutet, dass nicht nur die eigenen Bedürfnisse berücksichtigt werden sollten, sondern auch das Wohl anderer Menschen und der Umwelt. Sabrina Wagner, eine erfahrene Permakultur-Beraterin, betont, dass der Einstieg in die Selbstversorgung eine gute Möglichkeit ist, diese Prinzipien in die Praxis umzusetzen. Sie bietet dazu Unterstützung bei der Planung von Gärten und leitet Online-Seminare an der Umweltakademie Cum Natura. Ihr Buch „Permakultur leben“ erscheint im September und ergänzt ihr umfangreiches Wissen, wie sie auf WMN beschreibt.
Für Stadtbewohner:innen ist Permakultur durchaus umsetzbar. Man kann schon mit einem kleinen Balkon beginnen und das Ganze schrittweise aufbauen, empfiehlt Wagner. Einige der wichtigsten Tipps für den eigenen Garten sind die Nutzung des Lebenszyklus (Fruchtfolge und Mulchschicht), der vollständige Raum (Hochbeete und vertikales Gärtnern), und das Schaffen von Habitaten für Nützlinge.
Warum sollten auch Münchner:innen einen Permakultur-Garten anlegen? Dieser Ansatz sorgt nicht nur für frische Lebensmittel und eine grüne Oase mitten in der Stadt, sondern trägt auch aktiv zur Verbesserung des Mikroklimas und zur Verringerung des Wasserverbrauchs bei. Bei richtiger Planung und Umsetzung kann Permakultur zudem die Belastungen durch Klimaextreme reduzieren.
Fazit: Eine Chance für Stadtgärtner:innen
Mit dem Vortrag in Allach-Untermenzing bekommen die Besucher:innen eine wunderbare Gelegenheit, sich eingehender mit diesen wichtigen und zukunftsweisenden Themen zu beschäftigen. Der Austausch über pflegeleichte und gleichzeitig ökologisch sinnvolle Gartengestaltungen könnte die ersten Schritte in eine selbstversorgende Zukunft für viele Münchner:innen ebnen. Wer neugierig geworden ist, sollte sich diesen Termin nicht entgehen lassen!