Am Mittwoch, den 25. März, von 17.30 bis 19.30 Uhr, lädt die Stadtbibliothek Allach-Untermenzing zu einem spannenden Vortrag ein. Unter dem Titel „Der Nichts-tun-Garten“ wird Gartenbauexpertin Ulrike Windsperger interessante Perspektiven zur Gestaltung eines pflegeleichten Gartens für Mensch und Tier präsentieren. Die Veranstaltung findet in der Pfarrer-Grimm-Straße 1 statt und der Eintritt ist frei. Interessierte können sich persönlich vor Ort, telefonisch unter Tel. 089/233 772415 oder per E-Mail an stb.allach-untermenzing.kult@muenchen.de anmelden.
Der Vortrag richtet sich an all jene, die ihren Garten aus einer neuen Sichtweise betrachten möchten. Ulrike Windsperger wird dabei zentrale Methoden der Permakultur vorstellen, die nicht nur die Gartenarbeit sinnvoll und nützlich gestalten, sondern auch helfen, Arbeiten einzusparen und die Planung sowie Gestaltung des Gartens zu vereinfachen. Das Konzept bietet eine ökologische Variante für Menschen mit wenig Zeit und zeigt, wie man mit wenig Aufwand einen Garten schaffen kann, der sowohl für Menschen als auch für Tiere ansprechend ist.
Permakultur: Ein Ansatz für alle
Permakultur basiert auf den drei Grundsätzen: Earth Care, People Care und Fair Share. Diese Prinzipien fördern eine nachhaltige und ressourcenschonende Gartenarbeit. Sabrina Wagner, Permakultur-Beraterin und Autorin des bald erscheinenden Buches „Permakultur leben“, bringt diese Konzepte in ihren Online-Seminaren an ihrer Umweltakademie Cum Natura näher. Sie zeigt, dass Permakultur nicht nur in ländlichen Gebieten, sondern auch in städtischen Umgebungen gut umsetzbar ist. Mit kleinen Töpfen oder Balkonkästen können Stadtmenschen ebenfalls von den Vorteilen der Permakultur profitieren.
Ein wichtiger Aspekt der Permakultur ist die Schaffung von kleinen Ökosystemen, die das Ungleichgewicht in Gärten ausgleichen. Tipps wie die Nutzung des Lebenszyklus durch Fruchtfolge und Mulchen, das Anlegen von Hochbeeten oder das Fördern von Nützlingen durch Insektenhotels sind hierbei von großer Bedeutung. Anfänger sollten klein starten und sich Zeit nehmen, um die Prinzipien der Permakultur zu verstehen.
Vorteile der Permakultur
Das Gärtnern nach Permakultur-Prinzipien hat viele Vorteile. So können Böden in Permakultur-Systemen bis zu 40 % mehr Kohlenstoff speichern als konventionell bewirtschaftete Flächen. Darüber hinaus wird der Wasserverbrauch um bis zu 75 % gesenkt, was in Zeiten des Klimawandels besonders wichtig ist. Nach einer Anlaufzeit von 2-3 Jahren sinken die Kosten und der Arbeitsaufwand, während die Erträge steigen. Permakultur-Gärten sind zudem widerstandsfähiger gegenüber Klimaextremen und bieten durch ihre Biodiversität einen stabilen Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere.
Die Prinzipien der Permakultur können bereits auf kleinen Flächen, wie beispielsweise Balkonen, angewendet werden. Hier können die Grundlagen nachhaltigen Gärtnerns erlernt werden, und es wird ein intelligentes Design gefördert, das weniger Arbeit und langfristig höhere Erträge verspricht.
Für alle, die mehr über diesen faszinierenden Ansatz erfahren möchten, ist der Vortrag von Ulrike Windsperger eine hervorragende Gelegenheit. Nutzen Sie die Chance, sich inspirieren zu lassen und neue Ideen für Ihren eigenen Garten zu entwickeln. Weitere Informationen finden Sie auch in den ausführlichen Artikeln zur Permakultur, die Sie unter Wochenanzeiger, WMN und Nachhaltigkeit mit Kopf nachlesen.