In München-Allach ist die Hausmeisterwohnung im Vereinsheim an der Eversbuschstraße seit September 2020 ungenutzt. Der Bezirksausschuss Allach-Untermenzing hat nun die Stadtverwaltung aufgefordert, dringend mit der Sanierung zu beginnen. Ziel ist es, die Wohnung zügig wieder nutzbar zu machen, um den gestiegenen Raumbedarf der über 35.000 Einwohner des Stadtbezirks zu decken. Aktuell können die bestehenden Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Vereinsheims nicht den Bedarf abdecken, was die Situation zusätzlich erschwert. Sollte eine kurzfristige Wohnnutzung nicht realisierbar sein, wird angeregt, die Räume für kulturelle Zwecke durch Vereine oder ähnliche Institutionen zu renovieren. Dies ist umso dringlicher, da der Bau eines neuen Stadtteilkulturzentrums bereits mehrfach verschoben wurde. Es gibt also Handlungsbedarf, und der Druck auf die Stadt wächst.
Der Wohnungsmangel in München ist jedoch nicht nur auf Allach begrenzt. Laut dem Pestel-Institut fehlen in der gesamten Stadt etwa 10.500 Wohnungen. Um diese Lücke zu schließen, müssten bis 2028 monatlich rund 1.000 neue Wohnungen gebaut werden. Aktuell stehen über 22.000 Wohnungen leer, was 2,7 Prozent des gesamten Wohnungsbestands entspricht. Hierzu kommt, dass viele Hauseigentümer aus finanziellen Gründen oder aufgrund von Unsicherheiten bei Klimaschutzvorschriften zögern, notwendige Sanierungen vorzunehmen. Diese Situation führt dazu, dass viele Wohnungen unvermietet bleiben, insbesondere bei Erbstreitigkeiten. In der Tat ist ein Drittel der ungenutzten Wohnungen seit mehr als einem Jahr leer, was die Dringlichkeit der Lage unterstreicht.
Der Aufruf zur Handlung
Die Präsidentin des Baustoffhandelsverbands, Katharina Metzger, hat zuletzt eine Senkung der Baustandards gefordert und kritisiert die Bundesregierung für die unzureichenden Fortschritte im sozialen Wohnungsbau. Diese Forderungen sind umso relevanter, in Anbetracht der ernsten Situation, die sich in vielen Münchner Stadtteilen abzeichnet. Die Stadtverwaltung ist gefordert, Lösungen für die bestehende Wohnungsnot zu finden und gleichzeitig auch leerstehende Wohnungen wieder in den Wohnmarkt zu integrieren.
Die Herausforderung ist nicht zu unterschätzen: Nach Angaben der Stadt gibt es einen Puffer von über drei Prozent, der für Umzüge und Sanierungen notwendig ist. Jedoch reichen die aktuell zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten nicht aus, um den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. In einem Stadtteil wie Allach, wo in den letzten Jahren viel gebaut wurde, bleibt doch zu viele ungenutzter Platz.
Insgesamt wird deutlich, dass sowohl die kurzfristige Lösung für die leerstehende Hausmeisterwohnung als auch die langfristige Strategie zur Schaffung neuer Wohnräume für München von äußerster Wichtigkeit sind. Die Stadt und ihre Bürger stehen in den Startlöchern, um gemeinsam an einer nachhaltigeren und lebenswerteren Stadt zu arbeiten.
Für genauere Informationen und aktuelle Entwicklungen kann man die entsprechenden Berichte auf tz.de und diebayern.de nachlesen.