In München wird vom 16. bis 29. März die Internationale Woche gegen Rassismus gefeiert. Ein zentrales Ereignis dieser Woche ist die Filmvorführung des Dokumentarfilms „Todesmarsch – als das Grauen vor die Haustür kam“, die am Montag, den 23. März, um 19.30 Uhr in der Vhs am Oertelplatz stattfindet. Der Film von Max Kronawitter thematisiert das Verbrechen und die Schicksale der Allacher Bevölkerung während der dunklen Zeiten des Nationalsozialismus. Ein Denkmal in Allach erinnert seit 1989 an den Todesmarsch und die damit verbundenen Gräueltaten.
Nach der Vorführung wird es ein Gespräch mit dem Filmemacher Max Kronawitter und Moderator Werner Attenberger geben. Dieses Gespräch bietet die Möglichkeit, über die Entstehung des Films, zentrale Themen und Fragen aus dem Publikum zu diskutieren. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bezirksausschuss Allach-Untermenzing sowie der Volkshochschule Allach-Untermenzing statt. Die Teilnahme ist gebührenfrei, jedoch wird eine Anmeldung bei der Vhs Allach-Untermenzing erwünscht.
Ein wichtiges Thema in der Erinnerungskultur
Die Themen, die in „Todesmarsch“ behandelt werden, sind nicht nur von historischer Bedeutung, sondern werfen auch Fragen zur heutigen Erinnerungskultur auf. Rassismus und Diskriminierung sind in unserer Gesellschaft nach wie vor präsent. Das wird auch in den zahlreichen Veranstaltungen deutlich, die im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus stattfinden. In Berlin gibt es im Zeitraum vom 1. bis 31. März 2026 zahlreiche Events, die von Führungen über Gedenkveranstaltungen bis hin zu Workshops reichen. Diese Veranstaltungen sind Teil eines größeren Engagements gegen Rassismus und Diskriminierung.
Die Vielfalt der Veranstaltungen umfasst unter anderem Kunstaktionen, Konzerte, Lesungen und Diskussionen zu Themen wie Menschenrechte, interkultureller Austausch und die Auseinandersetzung mit Alltagsrassismus. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um die Gesellschaft für die Herausforderungen von Rassismus und Diskriminierung zu sensibilisieren und um einen Raum für Dialog und Begegnung zu schaffen. Es ist unerlässlich, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um eine gerechtere Zukunft zu gestalten.
Rassismus als gesellschaftliches Problem
Rassismus negiert den Anspruch auf Gleichheit und Achtung aller Menschen und hat verschiedene Erscheinungsformen. In Deutschland sind insbesondere Gruppen wie Jüdinnen, Sintizze und Romnja, People of Color, Musliminnen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte von Rassismus betroffen. Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere den Genozid, ist eine wichtige politische Aufgabe und Teil der Verpflichtungen, die sich aus dem Grundgesetz sowie internationalen Menschenrechtsverträgen ergeben.
Um Rassismus zu überwinden, müssen wir die historischen und gesellschaftlich verwurzelten Ungleichheiten erkennen und aktiv angehen. Veranstaltungen wie die Filmvorführung in München sind ein Schritt in diese Richtung. Sie bieten nicht nur eine Plattform für Erinnerung und Reflexion, sondern auch die Möglichkeit, über die Herausforderungen des heutigen Umgangs mit Rassismus und Diskriminierung zu diskutieren.
Für weitere Informationen zu den Veranstaltungen im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus in München und darüber hinaus, lohnt sich ein Blick auf die Webseite der Wochenanzeiger sowie die Stiftung gegen Rassismus. Auch das Institut für Menschenrechte bietet wertvolle Informationen zu den Themen Rassismus und Diskriminierung.